Feuerwehr Thannhausen


Unser Fettbrandtester Daniel



Eine der schlimmsten Brandvarianten ist die sogenannte Fettexplosion. Sie tritt auf, wenn stark erhitztes Fett mit Wasser reagiert. Selbst mit Pulverlöschern gängiger Bauart lässt es sich, wurde das erhitzte Fett erst einmal mit Wasser in Kontakt gebracht, nur noch schwerlich löschen. In Versuchen ragte die Stichflamme eines Fettbrandes bis zu 4m in die Höhe - bei einer gängigen Deckenhöhe von etwa 2,50 m eine nicht auszudenkende Katastrophe. Die einfachste Methode ist daher dem Brand durch einen Deckel den Sauerstoff zu entziehen. Keinesfalls jedoch darf der Brand mit Wasser gelöscht werden.



Was passiert chemisch?

Wenn Fett (langkettige Kohlenwasserstoffe) erhitzt wird, treten Temperaturen von bis zu + 400°C auf. Diese Temperatur reicht aus, um das Wassermolekül (H2O) zu spalten. Es entsteht somit in Sekundenschnelle etwa 1700 Liter Wasserdampf aus 1 Liter Wasser. Dieser Wasserdampf zerstäubt dann schlagartig das Fett sehr fein in alle Richtungen, die Oberfläche wird deshalb wesentlich größer, die Oxidation der Fettmoleküle kann somit rascher ablaufen. Die Folge ist eine heftige Explosion mit Stichflamme.





Wie kann reagiert werden?

- kleinen Fettbränden sofort den Luftsauerstoff entziehen (z.B. mit einem Deckel)

- bei größeren Bränden sofort die Feuerwehr alarmieren

- niemals mit Wasser löschen !!

Zugabe von 200ml Pflanzenöl

Erhitzung auf über 250°C: Hilfe !!!
Vorsicht: Explosionsgefahr
Sichere Variante: Deckel


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