Eine Brandmeldeanlage für unser Feuerwehrgerätehaus

25.03.2025
Feuerwehr
Besserer Schutz von kritischer Infrastruktur

Brände in Feuerwehrhäusern sind eine ernste Gefahr – nicht nur für die Einsatzkräfte, sondern auch für die gesamte Bevölkerung. Denn die Feuerwehr zählt zur sogenannten kritischen Infrastruktur, da sie in Krisensituationen unverzichtbar ist. Ein Ausfall hätte massive Folgen für die Gesellschaft.

Gerade in modernen Feuerwehrfahrzeugen befinden sich zahlreiche elektronische Geräte, Akkus und Ladeeinrichtungen, die im schlimmsten Fall eine Brandgefahr darstellen können. Besonders Lithium-Ionen-Akkus in Funkgeräten, Wärmebildkameras oder Elektrowerkzeugen können sich durch technische Defekte oder Überhitzung selbst entzünden. Auch Ladegeräte, Batterien und Stromverteiler bergen Risiken, wenn sie überlastet oder beschädigt sind.

Wenn ein Feuerwehrhaus durch einen Brand beschädigt oder zerstört wird, kann das dramatische Folgen haben: Die Feuerwehr ist nicht mehr einsatzbereit und kann bei Bränden, Unfällen oder Notfällen im Ort nicht mehr wie gewohnt Hilfe leisten. Dann müssen Feuerwehren aus den Nachbarorten einspringen. Dadurch verlängern sich die Anfahrtszeiten, was im Ernstfall Menschenleben gefährden kann. Auf die Gemeinde kämen sehr hohe Kosten zu. Fahrzeuge, Ausrüstung und das Feuerwehrhaus selbst sind oft schwer oder nur mit großem finanziellen Aufwand ersetzbar.

Um diesen Gefahren vorzubeugen, hat die Freiwillige Feuerwehr Thannhausen nun eine Brandmeldeanlage (BMA) installiert. Diese überwacht die beiden Fahrzeughallen und alarmiert im Brandfall sofort die Führungskräfte per Smartphone. So können Entstehungsbrände frühzeitig erkannt und größere Schäden verhindert werden. Die Brandmeldeanlage besteht aus 21 automatischen Rauchmeldern und einem Handfeuermelder. Rund 400 Meter Kabel wurden für die Anlage verbaut. Wir sind stolz darauf, dass wir die Anlage mit sehr viel Eigenleistung installieren konnten.

Daher sagen wir vielen Dank an 

  • unsere Kameradinnen und Kameraden, vor allem an unseren Gerätewart Stefan Pfitzmayr, die rund 60 Stunden an Eigenleistung bei der Montage, Verkabelung und Installation eingebracht haben.
  • Simon Keisinger von der Firma Elektrotechnik Hafner GmbH, der uns bei der Inbetriebnahme unterstützt hat und einen Teil seiner Stunden ebenfalls unentgeltlich geleistet hat.
  • unseren Gruppenführer Jürgen Seider für die kostenlose Bereitstellung seiner Hebebühne. 

Mit dieser wichtigen Maßnahme schützen wir nicht nur unser Feuerwehrhaus, sondern sorgen auch dafür, dass wir jederzeit einsatzbereit bleiben, denn: Wir schützen Thannhausen, seit 1873.